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Jahresprogramm

25. April 2015 Veredelungskurs bei Familie Resch - Rennerlehen - Wahlstr. 27

09.März 2013   Baumschneidekurs (Treffpunkt 09:00Uhr Pfarrheim Unterstein)

Der Obst- und Gartenbauverein Schönau-Königssee hat vor kurzem zu einem Obstbaumschneidekurs eingeladen, der vom Kreisfachberater des Landratsamtes, Markus Putzhammer, geleitet wurde.
Bei dem Kurs wurden in verständlicher Art sowohl theoretische Grundlagen zum Obstbaumschnitt, als auch praktische Schneidetechniken an den Bäumen eindrucksvoll vermittelt.
Mehr als fünfzig Personen konnte der Vorstand des Gartenbauvereins, Bernhard Lochner, zum theoretischen Kursteil, der im Pfarrheim Unterstein stattfand, begrüßen. Markus Putzhammer gab sein umfangreiches Wissen plakativ und spannend, an die Zuhörer weiter, so dass nach 1,5Std. jeder über das richtige Pflanzen und schneiden von Obstbäumen Bescheid wusste.
Das praktische Obstbaumschneiden fand im Obstanger beim Rennerlehen in der Oberschönau statt. An freistehenden jungen und alten Obstbäumen, aber auch an langsam wachsenden „Spalierbäumen“ wurde überflüssiges Geäst herausgeschnitten, so dass die Bäume wieder eine ausgelichtete Krone bekamen und deswegen ein ordentlicher Obstertrag erwartet werden kann.
Damit der Obstertrag nicht geschmälert wird und Nutz- oder Ziergärten keinen wesentlichen  Schaden durch Schädlinge nehmen, müssen Gartenschädlinge (Wühlmäuse) gefangen werden. Wie dies geht, erfährt jede „mausgeplagte Gartlerin oder Gartler“ am 23.März um 10:00Uhr auf der Wiese neben dem Bauhof (Waldhauserstraße) der Gemeinde Schönau am Königssee.
Zu dieser Veranstaltung ergeht vom Gartenbauverein Schönau-Königssee  an jedermann eine herzliche Einladung zur Teilnahme.

Fotos:
Baumverjüngung
 

Erziehungsschnitt

   

23.März 2013
Biologische Schädlingsbekämpfung | Wühlmausfangen in Theorie und Praxis

Erfolgreiche Wühlmausjagd

Bevor in den Haus- und Obstgärten die Frühjahrspflanzungen beginnen, bot der Obst- und Gartenbauverein Schönau-Königssee allen „Wühlmausgeplagten“ Gartlerinnen und Gartlern eine zweistündige Aus- und Weiterbildungsveranstaltung zum Thema „Artgerechtes Fangen von Wühlmäusen“ an.
Der Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins, B. Lochner, begrüßte am sogenannten „Weberfeld“, das an die Fischmichlsiedlung im Ortsteil Schönau angrenzt,  40 Personen. In seinem Grußwort freute er sich besonders, dass er den erwartungsvollen Anwesenden, den erfahrenen Mäusejäger Michael Aschauer aus Bischofswiesen vorstellen konnte. Aschauer gab sein umfangreiches Fachwissen in seiner humorvollen und gut nachvollziehbaren Art, an die Zuhörer weiter. Am Infostand, der vor dem Geräteschuppen des Gartenbauvereins aufgestellt war, wurden die Leute im theoretischen Teil über die verschiedenen Fallenarten und Typen informiert, damit in der Praxis die jeweiligen Fallen fachgerecht angewendet werden können (von der modernen Edelstahlfalle bis zur selbstgebauten Falle aus Haselnussstecken war alles zu sehen). Die an diesem Stand plakativ und digital präsentierten Informationen zur erfolgreichen Mäusejagd, stimmten die erwartungsvollen Zuhörer auf die praktische Anwendung des Erlernten ein. Aschauer erklärte nun auf dem Feld, wie er erkennt, dass sich zwischen zwei Erdhaufen ein Mäusenest befindet und wie er auf Grund dieser Erkenntnis seine Fallen in die um das Nest vorhandenen Mäusegänge fachgerecht einsetzt.  Sichtlich erstaunt waren alle, als der Jagderfolg sichtbar wurde und in der kurzen Zeit fünf wohlgenährte Wühlmäuse zur Strecke gebracht werden konnten. Die begeisterten Ausbildungsteilnehmer applaudierten spontan zu diesem Erfolg und stellten dem Fachmann, bei einer wohlverdienten Brotzeit, noch die eine oder andere Frage, um beim Mäusefangen im eigenen Garten oder Feld selbst erfolgreich sein zu können. BL

 

Fotos: Theorie Wühlmäuse fangen
Wühlmausgänge suchen

   

 

Wühlmausfangen praktische Anweisung


Mäusejäger Michael Aschauer
 

   Mäusejäger Michael Aschauer

 

 

 
   

Mäusefallen-Typen

 

historische Haselnussstecken-Falle

 

Frühjahr 2012


Mit Kräutern kochen
Als Frühjahrsaktion hat der Obst- und Gartenbauverein Schönau-Königssee seinen Vereinsmitgliedern zwei interessante  Informationsveranstaltungen zu den Themen „schmackhafte und gesunde Ernährung mit frischen Kräutern“- und „Wühlmausbekämpfung im eigenen Garten,“ angeboten.
Eine Vielfalt von frisch duftenden Kräutern konnten die Gartenliebhaber und Gaumenfreunde bei ihrem Vereinsmitglied Bernhard Stocker bestaunen. Die Anwesenden erfuhren dabei, dass der Gebrauch von frischen Kräutern nicht nur die Mahlzeiten vom heimischen Herd zu wahren Köstlichkeiten verfeinert, sondern dass diese auch entscheidend zur Bekömmlichkeit der verzehrten Speisen beitragen. Dass Sprichwort „Gegen alles ist ein Kraut gewachsen,“ wurde den Gartlern und Gartlerinnen beim „Schaukochen“  durch Wolfgang Stäblein eindrucksvoll demonstriert. Viele praktische Hinweise zum Umgang mit frischen Kräutern und sachgerechter Trocknung derselben, machten diese Zusammenkunft zu einem kulinarischen Erlebnis.

Wühlmaus fangen
Damit sich im heimischen Kräutergarten die Pflanzen kräftig entwickeln können, sind Gartenschädlinge wie die Wühlmaus unerwünscht. Die sicherste Bekämpfung dieses gefräßigen Nagetiers ist, dem Bodenbewohner mit einer Falle den Garaus zu machen. Wie dies am besten geht, erlernten 16 Vereinsmitglieder an einem Vormittag beim Rennerlehen in Schönau am Königssee. Voller Spannung und Neugier folgten die Zuhörer den theoretischen und praktischen Ausführungen von Michael Aschauer, der sein umfangreiches Wissen zur Wühlmausbekämpfung in verständlicher Art und Weise weitergegeben hat. Einige Anwesende berichteten aus ihrer Erfahrung, dass  sich Theorie und Praxis in der Art unterschieden, „dass es leichter gesagt als getan ist,“ um eine Maus in die Falle zu bekommen.  Aschauer erklärte und zeigte das Finden und Erkennen von Haupt- und Nebengängen des unterirdischen Wühlmausreviers, das richtige Einsetzen der verschiedenen Fallentypen in den Mäusegang (glatter Gang- guter Fang,) und die Bedeutung von den „Fresslöchern“ an der Rasenoberfläche. „Dieses Grundwissen ist Voraussetzung zu einer erfolgreichen Mäusejagd,“  so der spezialisierte Mäusejäger.  Michael Aschauer erlernte sein Fachwissen schon als Kind von seinem Großvater und fing mit seinem Bruder ,bei von Wühlmäusen geplagten Bauern, unzählige dieser Nagetiere, deren Zähne wöchentlich um mehr als einen Zentimeter nachwachsen. Der Fachmann und Bauer aus Bischofswiesen, motivierte seine Schülerinnen und Schüler dazu, dass sie auch bei Misserfolgen nicht aufgeben sollten, denn erfolgreiches Mäusefangen beruht auf Beharrlichkeit. Auch an diesem kurzweiligen Vormittag waren einige Fallen durch die Mäuse zugeschoben worden, aber drei gut genährte Wühlmäuse gingen auch in die Falle.  Mit dem Wissen, dass der „Mauser“ (männliche Maus) seine weiblichen Artgenossinnen mehrmals im Jahr beglückt, was zu hundertfachem Nachwuchs der gefräßigen Tiere führt, nahm diese hochinformative Wissensvermittlung, die auf dem Obstanger und auf dem Feld vom Rennerlehen stattgefunden hat, ein lehrreiches Ende. ML

 

 

Sommer 2012

Butterpaschen auf der Wasserfallalm

Im Rahmen des Ferienprogramms für Kinder von der Gemeinde Schönau am Königssee organisierte der Gartenbauverein Schönau-Königssee einen Almbesuch auf der Wasserfallalm, bei dem die Kinder unmittelbar die Herstellung von verschiedenen Milchprodukten erleben durften. Hintergrund für dieses Almerlebnis war, dass den Kindern die Produktion und die Wertschätzung von heimischen Lebensmitteln aus der Landwirtschaft praktisch vermittelt werden sollte. 

Nach einer 45Minuten dauernden Wanderung vom Parkplatz Hinterbrand, bei der auch über  die am Wegrand wachsenden Kräuter gesprochen wurde, zur Wasserfallalm am Königsweg wurden die Kinder vom Senner Tobias Fegg und vom Katherl Lenz, die Tochter von den Almbauernleuten, herzlichst begrüßt. Aufmerksam hörten die Kinder dem Senn zu, als er von seinem Arbeitstagesablauf erzählte, von den Gästen, die ihn während des Tages besuchen, von der Fertigung des „Kranzzeuges“ und vor allem was mit der täglich gewonnenen Milch auf der Alm geschieht. Im sauber gereinigten „Millikammerl“ wurde den kleinen Gästen die Funktion der Melkanlage erklärt, wobei sie interessiert  in den mit Rohmilch gefüllten Tank schauen konnten. Die Funktionsweise der Zentrifuge, bei deren Betrieb der Rahm von der Rohmilch mechanisch herausgelöst wird,  veranschaulichte den neugierigen Zusehern die Entstehung von Magermilch und Rahm.  Der so gewonnene Rahm wurde in die Buttermaschine eingefüllt, bei der die Kinderaugen gespannt durch das Schaufenster der Maschine miterleben konnten, wie allmählich aus dem geschlagenen Rahm eine sämige Buttermasse entstand. Nach Anleitung durch den Senner Tobias, konnten die sichtlich erfreuten Kinder selbst mit ihren Händen die wassergekühlte Butter „auspaschen,“ wodurch die Butter vom kühlenden Wasser befreit wurde. 

Das Anheizen des Holzofens im Kaser, die sensible Erwärmungsprozedur der Magermilch zur Erstellung des „Schüsselkases,“  erzeugte bei den Dirndl und Buam ein echtes „Aha- Erlebnis.“

Mit Genuss verspeisten die Kinder, samt ihren Begleitpersonen, bei der abschließenden Brotzeit vor dem Kaser den „selbst produzierten“ Almbutter und Almkäse, den sie noch mit frischen Schnittlauch aus dem „Oimgarten“ geschmacklich verfeinerten. Die immer wieder gehörte Aussage: „Mei is dea guat,“ bestätigte auch akustisch den Arbeitserfolg.  

Dass der natürliche Verwertungskreislauf von den Milchprodukten zur Gänze funktionierte, zeigte sich auch darin, dass die auf  der Alm lebenden Hühner die vom Tisch fallenden Krümel eifrig aufpickten und sich danach wohlig im sonnenerwärmten Sand an der Kasermauer badeten. 

Die erlebnisreichen Stunden während des Almbesuches haben den Weg zum Ziel des Gartenbauvereins, junge Menschen mit der Natur zu konfrontieren, sie für die Wertschätzung der heimischen Landwirtschaft zu sensibilisieren und die Qualität der landwirtschaftlichen Produkte aufzuzeigen, eine weitere Richtungsweisung geben können. M.L

Obst- und Gartenbauverein Schönau-Königssee  | obst@gartenbauverein-schoenau-koenigssee.de